Einmal Tagesausflug bitte

Für alle, die noch nie auf dem Berner Hausberg waren oder für diejenigen, die den «Güschä» aus aktueller Lage vermissen. Hier meine persönlichen Top 5 Highlights.

«Morgenstund hat Gold im Mund» – früh morgens begebe ich mich in Richtung Wabern. Die erste Entscheidung steht mir bevor: nehme ich die Standseilbahn oder besteige ich den Hügel mit aller Kraft zu Fuss? Ich entscheide mich für die rasante Fahrt mit der Gurtenbahn, denn hier wartet das erste Highlight auf mich. In 5 Minuten rauf aus der Stadt! Was gibt es Schöneres als Gurtenbahn und Gurten Kulmden turbulenten Alltag zu überflügeln, indem ich die immer kleiner werdende Bundesstadt aus dem modernen Panoramawagen betrachten kann. Je höher ich bin, desto mehr zeigt sich das Gesicht der Sonne. Sie lächelt mich an und durch die Strahlen kommt eine Wärmewelle auf mich zu.

Etwas flauschiges, Gras fressendes lässt mich nicht in Ruhe. Ich gehe näher an die Wiese und sehe ein niedliches Wesen mit süssen Knopfaugen. Die Seher erkennt man kaum, da sie vom Fell fast komplett verdeckt sind. Braun gefärbtes, zottliges Haar trägt das gemütliche Tier. Lange wusste ich nicht, wie diese Vierbeiner heissen, nun teile ich es gerne mit euch: es sind die schottischen Schottische Hochlandrinder bei SonnenaufgangHochlandrinder. Definitiv ein Highlight, das man auf dem Gurten gesehen haben muss.

Ich begebe mich zum höchsten Punkt auf dem Berner Hausberg: dem Aussichtsturm. Auf dem Weg kommen mir bereits die ersten Jogger und Hundeausführer entgegen. Nun stehe ich da. Die riesige 23 Meter hohe Holzkonstruktion ist prächtig. Ich wage mich und schwinge die Treppen empor. Oben stöhnend und erschöpft angekommen, merke ich, dass eine starke Brise ihre Runden dreht. Ist ja auch normal, denn hier bin ich mittlerweile auf über 880 Meter über Meer. Meine Höhenangst kommt auf, aber ich lasse mich nicht irritieren. Diese Aussicht darf mir nicht entgehen. Wow, das 360°-Panorama ist atemberaubend und für mich definitiv das dritte Highlight. Die Bergketten ragen aus dem Boden und ich sehe Eiger, Mönch und Jungfrau sowie das halbe Schweizer Mittelland. Mir schlägt der kalte und frische Wind ins Gesicht, meine Haare winden in alle Richtungen. «So fern, aber doch so nah an der Stadt», denke ich mir. Ich schaue in die Runde und frage mich, ob ich sonst noch einen Berg erkennen kann. Mhm, das geografische Genie bin ich nicht wirklich. Zum Glück befindet sich eine Panoramatafel mit Informationen am Geländer. :-)

Mann auf Aussichtsturm

Nach diesen Stufen möchte ich mich ein wenig ausruhen. Ich laufe zur Wiese. Welche Wiese? Ich weiss gar nicht wohin schauen, überall ist es grün. Dieser Anblick macht mich einfach glücklich. Es sieht so gesund und natürlich aus. Ich entscheide mich für ein Plätzchen, ziehe meine Jacke aus und werfe mich wie ein Kartoffelsack auf den Boden. Herrlich! Es riecht nach Gras, die Vögel zwitschern und ich werde von der Sonne geküsst. Ahoi Pollenallergie! Ein Nieser rüttelt mich auf. Weshalb ins Ausland verreisen, wenn die Erholung sich vor meiner Türe befindet? Ich kämpfe gegen das Einschlafen und bin mir bewusst, dass diese unendliche grüne Fläche das vierte Highlight ist. Ruckzuck werde ich von einem Hundebellen und Kindergelächter geweckt. Ich merke, dass sich nun mehr Besucher auf dem Berner Hausberg befinden. Die Kleineisenbahn dreht ihre Runden, Mütter putzen den Kindern das mit Eis verschmierte T-Shirt und die Hunde springen glücklich umher. Ein amüsanter und durchaus unterhaltsamer Anblick. Ich könnte noch ewig dem Geschehen zuschauen. Wenn ich doch nicht so durstig wäre...Zwei Gäste am Anstossen auf Gurtners Terrasse

Um meinen Durst zu löschen, begebe ich mich in Richtung Gurten Hauptgebäude ins Restaurant Gurtners. Schnell stach mir der Gipfeltrunk auf der Getränkekarte ins Auge. Ich brenne dafür, das empfohlene Getränk zu kosten. Gerade stelle ich mir vor, wie sie in der Küche den Zaubertrank wie Miraculix zubereiten. Dabei muss ich schmunzeln und geniesse den fesselnden Ausblick von der Gurtners Terrasse aus. Das saisonal angepasste Getränk wurde mir serviert. Durstig nehme ich einen Zug: Geschmackexplosion! Fruchtig, fabelhaft und fein – mein fünftes Highlight.

Welches Highlight habe ich deiner Meinung nach vergessen?

27.03.2020, Andrea Schaller, Praktikantin Marketing & Sales